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16 Mrz Frauengesundheit

  

Frauen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Gesundheit in vielen Bereichen von Männern: Neben Menstruations- oder Wechseljahrsbeschwerden gibt es aus der Erfahrung auch andere Leiden, von denen Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Im Experteninterview erklärt Prof. Dr. med. Stefan P. Renner, Leitender Oberarzt an der Frauenklinik Universitätsklinikum Erlangen, was Frauen u.a. selbst für ihre Gesundheit tun können.

Frauenleiden Blasenentzündung

Mehr als die Hälfte aller Frauen ist mindestens einmal in ihrem Leben von einer Blasenentzündung betroffen – das zeigt eine aktuelle Bewertung / Studie. In etwa 70 bis 95 % der Fälle sind Bakterien der Auslöser, die über die Harnröhre in die Harnblase gelangen. Diese ist bei Frauen mit etwa 4 cm deutlich kürzer als bei Männern, so dass die Krankheitserreger aus dem Darm über sie bis in die Harnblase gelangen. Experten raten Frauen schon beim ersten Brennen dazu, neben Blasentee auch Preiselbeersaft zu trinken, da dieser eine antibakterielle Wirkung besitzt. Preiselbeeeren enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die verhindern können, dass sich die Bakterien in den Schleimhäuten einnisten und dort eine Entzündung hervorrufen.

Jeden Monat von vorne

Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, werden von teilweise heftigen krampfartigen Unterleibsschmerzen geplagt. Jede zweite Frau ist betroffen. Dabei verursachen die Prostaglandine ein Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter, damit die zuvor aufgebaute Schleimhaut während der Regelblutung wieder abgestoßen werden kann. Schmerzmittel können die Bildung der Prostaglandine zwar hemmen, oft reicht aber auch eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen, die durch die Wärme entkrampfend wirken und so den Schmerz lindern. Erfahrungen anderer Frauen zufolge, hat sich die Einnahme von Magnesiumpräparaten als wirksam erwiesen. Auch leichte körperliche Betätigung kann helfen, denn dadurch werden die Muskeln entspannt.  Eine bewusste Lebensweise, die eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf umfasst, kann das Beschwerdebild überdies positiv beeinflussen.

Hormonhaushalt verändert sich

Als Wechseljahre bezeichnet man die Übergangsphase von den fruchtbaren zu den unfruchtbaren Jahren. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken lässt nach und der Hormonhaushalt ändert sich tiefgreifend. Der weibliche Körper muss sich auf ein neues hormonelles Gleichgewicht einstellen. Während einige Frauen währenddessen überhaupt keine Symptome aufweisen, empfinden andere die hormonellen Veränderungen als sehr belastend: Hitzewallungen, Haarausfall, Schweißausbrüche, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen zählen zu den typischen Erscheinungen. Bei etwa einem Drittel von ihnen sind sie behandlungsbedürftig. „Je nach Beschwerdesymptomatik reichen diese von allgemeinen Maßnahmen wie Bewegung und viel frischer Luft über homöopathische oder pflanzliche Mittel hin zu einer medikamentösen Hormonersatztherapie“, erklärt auch Prof. Dr. Renner. Während einige Frauen zu pflanzlichen Mitteln wie Mönchspfeffer oder Johanniskraut greifen, um Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen zu lindern, sollte eine Hormontherapie nach Ausprägung der Symptome mit dem Gynäkologen individuell abgestimmt werden.

Kopfsache Migräne

Auch von Migräne sind Frauen etwa 3 x so häufig betroffen wie Männer. Bei etwa 10 % von ihnen stehen die plötzlich auftretenden Kopfschmerzattacken im Zusammenhang mit ihrer Monatsblutung. Als Auslöser für den Kopfschmerz gilt der Abfall des Östrogen- und Progesteronspiegels. Viele Frauen berichten über ein Verschwinden der Attacken nach dem Eintritt der Menopause.
Quelle: medicalpress.de